Göhren
Göhren erhielt seine Erstnennung im Jahre 1456. Sinnbildlich stammt die Ortsbezeichnung vom slawischen Wort „Gorni“ ab, was soviel wie „Berge-von Tramm aus hinter den Riehbergen“ heißt. Bis 1550 ist der Ort auch als „Gorne“, „Gohrne“ oder „Görn“ bekannt.
Die Ortschaft Settin ist im Jahre 1485 erwähnt worden. Abgeleitet wird der Name Settin vom slawischen Wort „scetini“, das Flusswehre“ bedeutet. Settin kannte man bis 1550 ebenso als „Czettin“, „Settin“ oder „Settihn“. Settin wurde von der alten Handelsstraße gekreuzt, die von Hamburg bis nach Stettin verläuft. Dieser Frachtweg war bereits im Jahr 1075 bedeutsam und zählte im Norden zu den wichtigsten Ost-West-Staßen. 1592 besaß der Hof Settin 80 Rinder und 75 Schweine. 1655 standen hier ein großes Wohn- und Viehhaus, eine Scheune sowie ein Stall. Die damals bestehende Schäferei hatte immerhin 1040 Schafe und 78 Knechtschafe im Bestand. 1682 lebten in Settin ein Hufner und drei Kätner.
In Göhren konnte man 1669 nur 22 Personen zählen, darunter waren zehn Kinder.
Sowohl Göhren als auch Settin waren bis in das zwanzigste Jahrhundert hinein fester Bestandteil der Crivitzer Kirche. Erst 1920 gab das neue Jagdgesetz die Jagd auf eigenem Grund und Boden frei.
Nach 1945 wuchs die Gemeinde Göhren. 1951 wurde die Kapelle gebaut und eingeweiht, 1969 die Badestelle am Settiner See neugebaut und 1974 die neue Chaussee von Göhren nach Bahlenhüschen feierlich eröffnet. Ebenso entstanden drei Bungalowsiedlungen rund um den Settiner See.
Nach der Wende 1989 zogen viele junge Familien nach Göhren, deshalb wurde 1992 ein neues Wohngebiet für 25 Ein- bzw. Mehrfamilienhäuser erschlossen.
Zu empfehlen ist eine Rast am Settiner See, die natürlich für ein erfrischendes Badevergnügen genutzt werden kann.

