Findlingsgarten Raben Steinfeld
Findlinge sind Zeugen der Eiszeit, die bei uns in Mecklenburg-Vorpommern weit verbreitet zu finden sind. Gewaltige Gletscher, welche während der Eiszeit mehrfach große Gebiete Europas überdeckten, brachten sie aus den Gebirgen Skandinaviens und aus dem Gebiet der heutigen Ostsee hierher. Die von den Gletschern in den unterschiedlichsten Dimensionen aufgenommenen und südwärts transportierten Gesteine bleben nach deren Abschmelzen als Gesteinsschutt -auch Moränen- genannt zurück.
So liegt uns heute die Gesteinswelt Skandinaviens und des Ostseegrundes praktisch "zu Füßen". Als Findlinge bezeichnet man allgemein die großen Steine der Moränen. Findlinge waren für die Menschen aller Zeiten willkommenes Baumaterial, zunächst für steinzeitliche Grabstätten, später aber im großen Umfang für Gebäude, Mauern und Straßen. Findlinge aus der Umgebung von Raben Steinfeld wurden u.a. auch zum Bau der Grotte am Schweriner Schloß verwendet.
Besonders viele Findlinge befinden sich in der Endmoränenlandschaft im Raum der Gemeinde Raben Steinfeld. Diese landschaftliche Besonderheit wurde jetzt durch das Aufstellen von 136 besonders interessanten Findlingen auf einem Endmoränenhügel im Oberdorf Raben Steinfelds dokumentiert. Zur Erläuterung sind Bild- und Texttafeln für diesen Findlingsgarten vorgesehen.
Neben dem Findlingsgarten können im Dorf weitere eindrucksvolle Findlinge besichtigt werden. Da sind z. B. das steinerne Sofa mit Tisch oder auch der Findling vor dem Restaurant Rabenstein, der auf der Grundlage des Naturschutz gesetzes von M-V als Geotop eingestuft wurde.
Ein weiteres lohnenswertes Ausflugsziel ist das in Raben Steinfeld Unterdorf beheimatete private geologische Museum mit Galerie und Natursteinschleiferei. Hier findet der Besucher eine umfangreiche Gesteinssammlung sowie in eigener Werkstatt hergestellte und zum Verkauf angebotene Schmuckstücke.
[Lageplan Findlingsgarten und Museum]
Informationen erhalten Sie am Infopoint des BUGA-Außenstandortes Vorbeck

